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Francigena - Der Straßenverlauf
Von Canterbury über Calais verlief
die Straße über Arras, Licques, Wisques, Camblain
l'Abbey, Arras, Laon, Reims, Châlons-sur-Marne, Bar-sur-Aube,
Besançon und Pontarlier nach Lausanne und St. Maurice
in der Schweiz, um am Großen San Bernhard die Alpen
zu überqueren.
Der Straßenverlauf südlich der Alpen
In Italien verlief die Via Francigena durch das Aostatal,
Ivrea, Vercelli, über Pavia, Piacenza, Fiorenzuola d'Arda,
Fidenza bis nach Parma, um von dort über Fornovo di Taro,
Cassio, Berceto den Apennin am Passo della Cisa zu überqueren.
Hinter Pontremoli teilte sich der Weg in zwei Routen, um
die Apuanischen Alpen zu umgehen, eine westliche, die über
Luni/Sarzana, Carrara und Massa verlief, und dabei teilweise
die alte Via Aurelia nutzte, und eine, die entlang der Ostseite
der Berge führte. Beide Strecken trafen in Lucca wieder
zusammen.
Von Lucca auf ging es dann südöstlich auf die Via
Pisana (die Römerstraße von Florenz nach Pisa)
und den Arno zu, der bei San Genesio (das 1248 zerstört
wurde) und San Miniato gekreuzt bzw. überquert wurden;
von hier aus folgte die Via Francigena dem Tal der Elsa (Valdelsa)
auf mehreren Routen, die in Poggibonsi wieder aufeinandertrafen,
um sich kurz oberhalb wieder zu trennen: zwei Routen führten
entlang der beiden Ufer der Elsa, am rechten Ufer über
Castelfiorentino und Certaldo, am linken Ufer direkt und ohne
größere Orte zu berühren; eine dritte Route
zweigte von der letzteren ab und ging durch die Hügellandschaft
der Toskana, wobei die Orte Gambassi Terme und San Gimignano
berührt wurden.
Auf dieser Strecke kreuzte die Via Francigena mehrfach die
aus etruskischer Zeit stammende Via Volterrana, die von Nordosten
(Fiesole) kommend auf zwei Routen auf Volterra zustrebte:
die nördliche Volterrana kreuzte in Castelfiorentino
und Gambassi Terme (vor Gambassi Terme waren Francigena und
Volterrana einige Kilometer identisch), die südliche
Volterrana nördlich von Certaldo und südlich von
San Gimignano.
In Poggibonsi wiederum kamen nicht nur die drei Streckenführungen
der Francigena zusammen, hier stieß auch noch die Via
Regia Romana dazu, die zuvor weitgehend mit der südlichen
Volterrana identisch war, von dieser dann aber in Barberino
d'Elsa abzweigte, um direkt auf Poggibonsi zuzulaufen.
Hinter Poggibonsi teilte sich die Francigena erneut in zwei
Strecken, die östlich lief an der Burg Stágia
vorbei, die westliche über Monteriggioni; nach dem erneuten
Zusammenlaufen der beiden Routen ging es dann auf Siena zu.
Die letzten Stationen der Via Francigena waren dann Abbadia
San Salvatore, Acquapendente, Bolsena, Montefiascone, Viterbo,
Vetralla, Capranica, Ronciglione, Sutri, Nepi und schließlich
der Petersplatz in Rom.

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